Leserbrief zum Verkehrswegeplan "Indianerviertel" Meiningen

Mit Entsetzen haben wir gestern den Artikel zum Verkehrswegeplan der
Stadt Meiningen gelesen.
Darin sind Ideen enthalten, nunmehr noch den restlichen Verkehr von der
Werrastraße auf die Henneberger Straße zu verlagern.
Für die Bewohner des „Indianerviertels“ und der weiteren angrenzenden
Wohngebiete wahrhaft ein Bärendienst!Bereits jetzt werden Autofahrer und Schwerlastverkehr direkt von der
Autobahn kommend über die beiden Kreisel über die Henneberger Straße
direkt durch die Wohnviertel geschickt anstatt direkt ohne Umwege und
Belästigung der Anwohner über die Werrastraße. Da die Henneberger Straße
die einzige Möglichkeit ist, zu Fuß in die Innenstadt zu gelangen, hat
es bereits mehrmals gefährliche Situationen mit LKWs gegeben, die
aufgrund der beengten Verhältnisse teilweise auf dem Bordstein fahren.
Für Eltern von Kleinkindern (wir haben drei im Alter von 2 bis 7 Jahren)
der blanke Horror.
Neben diesen Gefahren und den Abgasen, die man direkt ins Gesicht
geblasen bekommt, erscheint die Maßnahme auch noch besonders sinnvoll,
wenn man bedenkt, dass die Verkaufseinrichtungen und die Tankstelle in
der Werrastraße, die eigentlich ideal am Ortseingang liegen, so gezielt
von der potentiellen Kundschaft abgeschnitten werden.
Auch wenn die Werrastraße unter städtischer Verwaltung und damit
Instandhaltung steht, sollte dennoch überlegt werden, ob es hier nicht
im Sinne der betroffenen Anwohner und Gewerbetreibenden ist, hier wieder
Vernunft walten zu lassen, anstatt die unhaltbaren Zustände auf die
Spitze zu treiben. Der tragische Tod der jungen Frau im September, die
in ihrem Auto verbrannt ist, sollte Mahnung genug sein. Oder wollen wir
nun noch mehr tun, damit es „nur“ das erste Opfer einer ganzen Reihe war?
Ich appelliere hiermit an das Gewissen und die Vernunft unserer
Abgeordneten, eine gute Lösung (z.B. Tausch der Zuständigkeiten
Werrastraße/Henneberger Straße) zu finden und zu forcieren.

MfG Peter Lehmann